Mönchgut Eine 750 Jahre alte Kulturlandschaft

Das Mönchgut bildet den südöstlichen Zipfel Rügens. Es entstand aus mehreren Inseln, welche im Laufe der Zeit durch Sandanspülungen verbunden wurden, und soll einst bis fast an die Boddeninsel Ruden gereicht haben. Laut Stralsunder Chronik hat eine schwere Sturmflut im Jahre 1304 den „Wassergraben“ zwischen den beiden Landflecken jedoch wieder erheblich verbreitert.

Nachdem hier vor etwa 8.000 Jahren erste Steinzeitmenschen als Jäger und Sammler umherstreiften (zahlreiche Großsteingräber), unterscheidet sich die Geschichte Mönchguts seit dem frühen Mittelalter von jener der restlichen Insel Rügen.

In der Slawenzeit noch „Insula Zicker“ oder „Land Reddevitz“ genannt, verläuft das Leben auf den ca. 30 qm der Halbinsel bis heute weniger bewegt. Auf Grund seiner bizarren Küstenformen ungeeignet für eine normale landwirtschaftliche Nutzung, übernahmen es die Mönche des Festland-Klosters Eldena 1252 bzw. 1360 von den Rügenfürsten.

Gegen fremde Truppen errichtete man eine Landwehr – den sog. „Mönchgraben“, welcher das Gut der Zisterzienser-Mönche von Greifswald vom Rest der Insel trennte (Kirchen Middelhagen, Groß Zicker). Jener Graben schlängelte sich von der Ostsee bis zum Baaber Bollwerk quer durchs Land und ist noch heute in Resten erkennbar.

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